Kumulatives Wissen für Streitkräfte und Verteidigung

Wissen, das sich verzinst.

Deri­ved Logic ent­wi­ckelt ein gemein­sa­mes Betriebs­sys­tem für Ver­tei­di­gungs­or­ga­ni­sa­ti­o­nen: eine Onto­lo­gie, die ihre Anwen­de­rin­nen und Anwen­der im gewöhn­li­chen Ver­lauf ihrer Arbeit auf­bauen und aus der das System Logik ablei­tet, die jeden wei­te­ren Bei­trag leich­ter und besser macht. Das Wissen ver­bleibt in der Insti­tu­tion, statt sie mit jedem Dienst­pos­ten­wech­sel zu ver­las­sen.

Wissen, das bleibt

Mili­tä­ri­sche Orga­ni­sa­ti­o­nen beset­zen ihre Stäbe alle zwei bis drei Jahre neu. Mit jedem Wech­sel geht ein erheb­li­cher Teil dessen ver­lo­ren, was die Insti­tu­tion wusste: ihr Kon­text, ihre Bezie­hun­gen, ein mühsam erwor­be­nes Urteils­ver­mö­gen. Die Nach­fol­ger rekon­stru­ie­ren vieles davon von Grund auf, und der Kreis­lauf beginnt von Neuem.

Auch auf­ein­an­der­fol­gende Soft­wa­re­ge­ne­ra­ti­o­nen haben dieses Pro­blem nicht gelöst. Sie haben die Erstel­lung von Arbeits­er­geb­nis­sen beschleu­nigt, deren Bewah­rung aber nicht erleich­tert.

  • Eine falsche Wahl zwischen Entwicklern und Praktikern

    Der heu­tige Markt zwingt zu einer Ent­schei­dung. Man wird ent­we­der tech­ni­scher Ent­wick­ler und ent­fernt sich dabei zuneh­mend von der tat­säch­li­chen Arbeit, oder man bleibt Pro­zess­s­pe­zi­a­list, ohne dieses Wissen for­ma­li­sie­ren zu können. Da beide Kom­pe­ten­zen selten in einer Person zusam­men­kom­men, finden auch Wissen und System selten an einem Ort zusam­men.

  • Arbeitsergebnisse als Wegwerfprodukte

    Stäbe arbei­ten nach wie vor über­wie­gend mit Doku­men­ten, Folien und Tabel­len. Selbst wo moderne Platt­for­men ein­ge­führt sind, bleibt das Werk­zeug, das ein Offi­zier gebaut hat, für seinen Nach­fol­ger oft unver­ständ­lich; dieser greift wieder zur Foli­en­samm­lung oder beginnt in einem neuen System von vorn. Auf­wand wird betrie­ben, doch kaum etwas sam­melt sich an.

  • Keine Grundlage für eine Bewertung über die Zeit

    Wo sich nichts ansam­melt, gibt es keine durch­gän­gige Auf­zeich­nung dar­über, wie Ent­schei­dun­gen zustande kamen. Ohne sie kann eine Orga­ni­sa­tion nicht fest­stel­len, ob sie besser oder schlech­ter wird. Die geis­tige Arbeit wurde nie in ihren Sys­te­men ver­an­kert; sie lag bei Men­schen, und Men­schen ziehen weiter.

  • Erfahrung und Tatkraft ohne gemeinsames Medium

    Wer über jahr­zehn­te­lange Erfah­rung ver­fügt, kann sein Urteil nur als Leit­li­nie wei­ter­ge­ben, und Leit­li­nien ver­lie­ren an Gehalt, je öfter sie umfor­mu­liert, zusam­men­ge­fasst und wei­ter­ge­reicht werden, bis die Absicht unscharf wird. Wer neu hin­zu­kommt, bringt Tat­kraft und aktu­elle Fähig­kei­ten mit, aber wenig Kon­text. Im heu­ti­gen Umfeld arbei­ten beide in unter­schied­li­chen Medien und reden anein­an­der vorbei. Deri­ved Logic bietet ihnen ein gemein­sa­mes Medium: Erfah­rung, die als Struk­tur ver­an­kert ist statt als Beleh­rung ver­mit­telt, und die von den Nach­fol­gen­den unmit­tel­bar über­nom­men wird.

Wissen, das auf sich selbst aufbaut

Deri­ved Logic ist keine wei­tere Benut­ze­r­o­ber­flä­che. Was wir bereit­stel­len, ist die dar­un­ter­lie­gende Onto­lo­gie: ein leben­di­ges, for­ma­les Modell der Bezie­hun­gen zwi­schen den Men­schen, Pro­zes­sen, Daten und Ent­schei­dun­gen einer Orga­ni­sa­tion.

Die Anwen­de­rin­nen und Anwen­der bauen sie allein dadurch auf, dass sie ihre Arbeit ver­rich­ten: indem sie eine Auf­gabe mit der Anfor­de­rung ver­knüp­fen, der sie dient, eine Ent­schei­dung mit ihrer Begrün­dung, ein Pro­dukt mit denen, die darauf ange­wie­sen sind. Eigene Wis­sen­s­in­ge­ni­eure sind nicht erfor­der­lich, ein sepa­ra­tes Daten­pro­jekt ebenso wenig.

Menschen verknüpfenihre tägliche Arbeit
Das System leitetLogik aus diesen Verknüpfungen ab
Die Nachfolgendenbeginnen weiter vorn
und tragen mehr bei, und leichter
Jeder Durchlauf bereichert die Ontologie; die Institution wird umso leistungsfähiger, je länger sie das System nutzt.

Alle grei­fen auf das­selbe zugrunde lie­gende Modell zu, doch jede Person sieht nur den Aus­schnitt, den Funk­tion, Ermäch­ti­gung und der Grund­satz „Kennt­nis nur, wenn nötig“ zulas­sen. Frei­gabe und Ein­stu­fung sind Eigen­schaf­ten der Struk­tur selbst; sie werden bei der Arbeit durch­ge­setzt, nicht nach­träg­lich kon­trol­liert.

Eine Benutzeroberfläche lässt sich kopieren. Eine Ontologie, die von den eigenen Leuten einer Organisation aufgebaut wurde und mit der Nutzung wächst, nicht.

Wissen, das die Arbeit verbessert

Viele Platt­for­men ver­spre­chen, die Geschäfts­pro­zesse einer Orga­ni­sa­tion in Soft­ware abzu­bil­den. Dieses Ver­spre­chen setzt voraus, dass die Pro­zesse gut sind. Nicht wenige beste­hen nur, weil es sie schon immer gab; sie getreu zu digi­ta­li­sie­ren heißt, ihre Schwä­chen fest­zu­schrei­ben und zu beschleu­ni­gen.

Weil sich das Wissen in Deri­ved Logic ver­zinst, kann das System mehr, als einen Pro­zess zu bewah­ren: Es kann ihn hin­ter­fra­gen und bes­sere vor­schla­gen, indem es zwei Arten des Schlie­ßens mit­ein­an­der ver­bin­det.

Deterministisch

Gesetze, Vor­schrif­ten, Wei­sun­gen und Ein­satz­re­geln, als ver­bind­li­che Rand­be­din­gun­gen kodiert. Sie gelten in jedem Fall und blei­ben prüf­bar.

Generativ

Explo­ra­ti­ves Schlie­ßen, das inner­halb dieser Rand­be­din­gun­gen nach Ver­bes­se­run­gen sucht, mit kri­ti­scher Distanz; über die Über­nahme ent­schei­den die Prak­ti­ker.

Ihre Gesetze, Ihre Weisungen, Ihre nationalen Vorbehalte

Die Leit­plan­ken gehö­ren dem Kunden. Deri­ved Logic folgt den Geset­zen, Wei­sun­gen und nati­o­na­len Vor­be­hal­ten der Orga­ni­sa­tion, die es ein­setzt; es stellt sich nicht als Schieds­rich­ter über sie und setzt sein Urteil nicht an die Stelle der mili­tä­ri­schen Füh­rung. Nichts über­schrei­tet eine recht­li­che oder geheim­schutz­re­le­vante Grenze, ohne dass dies nach­voll­zieh­bar wäre.

Entscheidungen am damaligen Kenntnisstand messen

Jede Ent­schei­dung wird zusam­men mit den Daten und Regeln bewahrt, die zum Zeit­punkt ihrer Ent­ste­hung galten. So lässt sie sich am Maß­stab ihrer Zeit beur­tei­len, auf der Grund­lage dessen, was damals bekannt war, und unab­hän­gig davon, wie sich die Dinge ent­wi­ckel­ten. Darin liegt der Unter­schied zwi­schen dem Lernen aus der Ver­gan­gen­heit und ihrer Beur­tei­lung im Nach­hin­ein.

Wissen, das Verbündete teilen

Jede Nation betreibt ihre eigene Instanz, in der ihre Gesetze, Vor­be­halte und Ver­fah­ren kodiert sind. Die Insta­n­zen können ihre Onto­lo­gien auf­ein­an­der abbil­den, sodass Part­ner die Arbeits­weise des jeweils ande­ren ver­ste­hen, ohne dass Daten die nati­o­nale Hoheit ver­las­sen.

Nation A
Prozesse und Vorbehalte
Daten bleiben hier
Nation B
Prozesse und Vorbehalte
Daten bleiben hier
Partner teilen ihre Arbeitsweise, Tabelle für Tabelle ausgewählt. Die zugrunde liegenden Daten bewegen sich nicht.

Jede Nation legt genau fest, was sie teilt, bis hin zu einer ein­zel­nen Tabelle mit Pro­zes­sen oder Vor­be­hal­ten. Ein Part­ner, der das Regel­werk eines Ver­bün­de­ten kennt, weiß schon bei Pla­nung und Durch­füh­rung, wie dieser ope­rie­ren wird, statt einen Vor­be­halt mitten in der Ope­ra­tion zu ent­de­cken.

Inte­r­ope­ra­bi­li­tät in Koa­li­ti­o­nen zählt zu den schwie­rigs­ten und kost­spie­ligs­ten Pro­ble­men moder­ner Krieg­füh­rung, und sie schei­tert meist an der For­de­rung nach Date­n­aus­tausch. Dieser Ansatz stellt diese For­de­rung nicht. Ver­bün­dete können als eine Kraft han­deln, ohne ihre Daten oder ihre Sou­ve­rä­ni­tät preis­zu­ge­ben.

Viele Sprachen, eine Struktur

Koa­li­ti­o­nen arbei­ten in vielen Spra­chen. Die Begriffe der Onto­lo­gie sind in offe­nen, mehr­spra­chi­gen Refe­renz­vo­ka­bu­la­ren ver­an­kert, und jede Zuord­nung ist typi­siert (exakt, annä­hernd, weiter oder enger gefasst), zuge­schrie­ben und datiert. So können Part­ner jeder­zeit nach­voll­zie­hen, was ein Begriff im Sprach­ge­brauch einer ande­ren Nation bedeu­tet und warum eine Zuord­nung vor­ge­nom­men wurde.

Wissen aus der Praxis

Unsere Arbeit grün­det auf der Erfah­rung von Prak­ti­kern der Ope­ra­ti­ons- und Kam­pa­gnen­pla­nung in mul­ti­na­ti­o­na­len Stäben sowie auf einer These zur Kumu­la­tion von Wissen.

Deri­ved Logic ist ein ame­ri­ka­ni­sches Unter­neh­men. Es ist von Beginn an für den Ein­satz bei Ver­bün­de­ten und Part­ner­na­ti­o­nen kon­zi­piert, mit denen wir über ihre Anfor­de­run­gen im Gespräch sind. Nati­o­nale Sou­ve­rä­ni­tät, nati­o­na­les Recht und nati­o­nale Vor­be­halte sind Aus­gangs­punkte der Kon­struk­tion, keine nach­träg­li­chen Anpas­sun­gen.

Eine Institution, die sich erinnert.

Wir arbei­ten mit einer klei­nen Zahl früher Part­ner aus Ver­tei­di­gung und öffent­li­cher Ver­wal­tung zusam­men. Wenn Ihre Orga­ni­sa­tion mit Per­so­nal­wech­sel, kurz­le­bi­gen Werk­zeu­gen oder der Koor­di­nie­rung in Koa­li­ti­o­nen ringt, freuen wir uns auf das Gespräch mit Ihnen.

E-Mail an contact@derivedlogic.ai